Projektbericht 2017

Projektbericht 2017

Hildesheimer Wald für Tanzania“

2017-11-02 15.38.42(Im Hintergrund ist der gut gewachsene Musterwald von Josph Sekiku zu sehen Nov. 2017)

Zum siebten Mal fand 2017 eine erfolgreiche Pflanzaktion von dem kleinen Projekt „Hildesheimer Wald in Tanzania“ statt. Bei unserer Anreise in die Bergregion Karagwe im Nordwesten von Tanzania konnten wir das erste Mal die super ausgebaute neue Straße nach Kayanga benutzen.

Gleich bei unserem diesjährigen ersten Besuch im Dorf Kanyamisa sind uns die vielen kleinen Veränderungen in der Landschaft rund um das Dorf aufgefallen. An vielen Stellen wachsen die gespendeten Bäume, in denen die ersten Bienenkörbe hängen, die von wilden Bienen bewohnt werden.

2017-11-02 15.01.26( bewohnte Bienenkörbe in Bäumen aus den ersten Pflanzaktionen von 2011 und 2012 )

Häufig tauchen Fragen zur Nachhaltigkeit dieses Projektes auf. Die Nachhaltigkeit bei dem Projekt ist dem Verein Afrika Karibuni e.V. sehr wichtig. Inzwischen profitieren die Bewohner der Region in Karagwe sichtlich von den heranwachsenden Bäumen, da sie von den, in den Bäumen hängenden Bienenkörben den Honig imkern und verkaufen können. Bewohnte Bienenkörbe sind ein super Beispiel für Nachhaltigkeit. Intensive Aussagen zum Thema Nachhaltigkeit können erst in einigen Jahren getroffen werden, da dann erst viele der gespendeten Setzlinge zu Bäumen herangewachsen sind. In Tanzania fragen uns immer wieder junge Menschen wieso wir solch ein Projekt etabliert haben. Das wir diesen Wald für deren Enkelkinder anpflanzen, ist für die Fragenden nicht einfach zu verstehen. Zum Glück haben wir die Radiostation Fadeco, die diese inhaltlichen Schwerpunkte in den Radioprogrammen vertieft, und für die dringend notwendige Umweltbildung zum Projekt sorgt. Ebenso wirken die teilnehmenden Schulen auf die Kinder ein, die zu Baumpaten werden, und somit ein Umweltbewußtsein erfahren und weitergeben.

Obwohl die Setzlinge noch sehr klein und verwundbar sind, schaffen es etwa 70% von ihnen, zu einem Baum heranzuwachsen. Selbst ein Buschbrand hat keine verheerenden Schäden bei den vielen Setzlingen anrichten können. In dem Musterwald von Joseph Sekiku ist bereits ein verändertes (Sub)Klima deutlich spürbar. Und auch viele verschiedene Vogelarten sind zurückgekehrt, berichten die Einheimischen, da sie hier Nahrung finden, und nisten können.

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(Schüler der Grundschule in Nakasimbi mit Jackfruit Tree-Setzlingen, deren Früchte essbar sind)

Die Schulen erhielten in diesem Jahr unter anderen viele kräftige Jackfruit Setzlinge, die nicht jedes Jahr in dem Umfang erhältlich sind, jedoch essbare Früchte hervorbringen, und in den nächsten Jahren für Schatten sorgen. Die Frucht von dem Jackfrucht Baum stinkt heftig, wenn sie einige Tage herum liegt. Dem leckeren süßen Geschmack des inneren der Frucht setzt der starke Geruch nicht zu.

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Die Setzlinge der Schulen aus den Jahren zuvor haben jetzt schon zu einer deutlichen Veränderung der Schulgrundstücke geführt. (Sekundary Schoole in Kanyamisa 2017)

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(Blick in den Musterwald von Joseph Sekiku 2017)

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(viele kleine Grevillea Robusta Setzlinge 2017)

Wir haben in diesem Jahr 44.360 kleine Bäumchen an die vielen Menschen (Farmer, Schulen, Kirchen) in der Region Karagwe verteilt. Die Region wird sich von Jahr zu Jahr verändern, und in einigen Jahren werden die momentan verteilten 188.201 Baumsetzlinge sehr deutlich wahrzunehmen sein.

Für diese Pflanzaktion in 2017 haben wir Ausgaben in Höhe von 4097,23 Euro gehabt. Wir haben für einen Baumsetzling mit Transport und Ladetätigkeiten weniger als 10 Eurocent investiert.

Ein besonders großer Dank geht an alle lieben Spender und Unterstützer des Projektes „Hildesheimer Wald für Tanzania“.